Orí

Òrí

Òrí – Shrine, Geheimnis befindet sich drinnen.

 

ÒRÍ = Das bewusste Selbst = Unser physisches Aussenleben

Òrì hat in der Yorùbásprache mehrere Bedeutungen abhängend vom Zusammenhang, daher ist eine exakte Übersetzung nicht immer möglich. Òrìşà  (Ò“ das Er oder Sie bedeutet „ri“ Wahrnehmung – Selbstbewusstsein, spüren, und şàsich öffnen) das individuelle Gott Existenz Wesen,             Òrì (generell der physische Kopf), Òrì Inù (der innere Kopf) und Òrì (Selbstbewusstsein), Orì (Sheabutter). IFÁ lehrt, dass jedes Lebewesen ob Mensch, Tier, Pflanze oder Ding/Gegenstand sein eigenes Òrì besitzt. Wenn man das Universum aus der Nähe betrachtet gleicht es wie der inneren Struktur eines Gehirns, einem riesigen Bewusstsein. Wenn man den Schöpfungsmythos betrachtet und von Olódùmarè (Schöpfergott  Existenz) ausgeht, ist Òrì als erster von Ọ̀run (dem Himmel) auf Aiyé (die Erde) den Mikrokosmos eingedrungen.

Zum besseren Verständnis „ri“ die Wahrnehmung, könnte man eher als Sitz des Bewusstseins erklären. Das Konzept des Sitzes des Selbstbewusstseins ist das unbewusste „ICH“ das im Mittelpunkt des Selbstbewusstseins existiert. In der spirituellen Ifá Disziplin kann das unbewusste „ICH“ durch veränderte Zustände wie z.B. Trance Posession verbunden und zugänglich gemacht werden. Òrì bedeutet der heilige persönliche Schrein, das sich der Kommunikation mit den spirituellen Kräften wie sie in der Natur und unserer Welt existieren, verbindet und austauscht. Diese Verbindung kommt durch die 3 „Aşé – Zentren“ die sich im Kopf befinden zustande und werden Iwájù Òrì, Àtàrí Òrì und Ipákò genannt, link unten bitte anklicken.

Òrì – das Selbst, die 3 Aşe – Zentren, Iwájù – Òrì, Àtàrí Òrì, Ipákò

 

ÒRÍ – INÙ = Das innere Selbst = Unser spirituelles Innenleben

Òrì Inù das persönliche Selbstbewusstsein ist die Quintessenz der Persönlichkeit die regelt, kontrolliert und führt das Leben und Aktivitäten des Menschen. Es ist das persönliche Selbstbewusstsein innerhalb des unsichtbaren Selbst, oder wie der Yorùbá Refran sagt:

                                                                      „Es ist das persönliche Selbstbewusstsein, das vor dem Selbst tanzt“.

IFÁ lehrt, dass selbst dann wenn wir diesen Mittelpunkt unseres Seins oder den Ursprung des Bewusstseins zugängig gemacht haben, noch ein tiefes inneres Geheimnis gibt, das illusorisch übrigbleibt. Die alten Weisen von Ifá bildeten eine sehr grünliche Analyse dieser Elemente, die die Basis des Selbst formt. Diese Definition ist genau aber begrenzt, wenn das Òrì der Sitz des Bewusstseins ist, dann ist das Òrì Inù wie ein Geheimnis innerhalb des Geheimnisses, das die Grundlage des Selbst bildet. Sie haben sogar zwischen den Elementen unterschieden, das zu formende Òrì Inù mit dem Selbst zu vereinen, das innere Selbst das für Grundlage der Selbstwahrnehmung steht. Es ist die Aufgabe aller verschiedenen Formen der Òrìşà und IfáInitiation das Òrì Inù mit Òrì zu verbinden, sodas Òrì mit Ìpònrí in der perfekten Ausrichtung steht.
Òrì Inù wird in zwei Komponente unterteilt (A) Àpàrí Inù und (B) ÒrìÀpęęrè.

  • Das innere Selbst das sagt: „Mach dies mach das“, auch hier erkennt wieder ganz deutlich die Gegensätze eines polaren Bewusstseins, dass dieses wieder in die Einheit zurückzuführen gilt. Das kann nur durch die Aufgabe des Egos erreicht werden.

 

A)  APÀRÍ – INÙ = Der Ursprung des Gewissen = Unsere Charakterbildung

Àpàrí Inù besteht aus den Wörtern Àpà“ (Zeichen oder Markierung), das Wort Òrì“ (Bewusstsein), und das Wort „Inù“ (Inner) die klarste Übersetzung würde die „Zeichen des inneren Seins“ bedeuten. Dies ist eine Referenz auf die innerliche Veranlagung in Richtung Prozess zum Aufbau des Charakters. IFÁ lehrt, dass einige Ori’s mit der Veranlagung in Richtung Iwá Pelé (einen guten Charakter) zu entwickeln in die Welt kommen und einige andere Ori’s in die nicht fähig sind die Wichtigkeit zur Entwicklung eines guten Charakters leicht zu erreichen.

Òrì Ìré (positives Òrì = Wille, Wahl und die richtigen Entscheidungen im Einklang zu treffen)
Òrì Ìbí
 (negatives Òrì = Wille, Wahl und die richtigen Entscheidungen nicht im Einklang zu treffen)

Diejenigen, die es ursprünglich können und nicht die Notwendigkeit haben guten Charakter aufzubauen und durch ihre eigenen innerlichen Mittel entwickeln, wird „Èrí – Okàn“ genannt und bedeutet „Zeuge des Herzens“. In der Sprache von Ifá bedeutet Zeuge des Herzens, ein gutes Gewissen zu haben. Diejenigen, die Schwierigkeit haben Èrí Okàn zu entwickeln wird beides Führung und Spirituelle Reinigungen durch Rituale Obòrí/Ibòrí gegeben um dieses Bewusstsein zu entwickeln. Beide Tendenzen tauchen vom Àpàrí Inù auf, das der Kern oder Kernstück des Bewusstseins jeder Person ist.

 

B)  ÒRÍ – ÀPĘĘRÈ =  Die Struktur des Bewusstseins = Unser Schicksal

Òrí Àpęęrè bedeutet beides, Muster oder Zeichen des Bewusstseins. IFÁ lehrt, dass alle Dinge durch Energie – Muster erschaffen/entstanden sind die man Odù nennt. Die Muster von Odù erscheinen überall in der Entstehung. In Folge dessen, dass ähnliche Energie – Muster in den unterschiedlichen Dimensionen der Erschaffung eine Affinität haben. Ein Beispiel: das Feuer in der Mitte der Sonne, das Feuer in der Mitte der Erde und das Feuer auf dem Grund des Ofens vom Schmied alle stellen gleichartige Energie – Muster in unterschiedlichen Bereichen der Entstehung dar. Ifá würde sagen, dass der gleiche Geist in unterschiedlichen Häusern wiedergeboren ist.

Wenn jede einzelne Mensch sein Schicksal wählt, wählt er tatsächlich ein bestimmtes Energie – Muster oder spirituelle Kraft, um ihr Bewusstsein durch eine bestimmte Reinkarnation zu führen. Die geistige Kraft, die in einem persönlichen Bewusstsein inkarniert, wird dann der Haupt – Kopf – Òrìşà
(egal ob Initiation oder nicht) der in einer bestimmten Lebenszeit angebetet wird. Durch sukzessive Reinkarnationen verändert und formt der Òrìşà das Òrí Àpęęrè eines bestimmten menschlichen Geistes, hinzugefügt von tiefen Schichten des entwickelnden Bewusstseins jeder reinkarnierten Seele.
Auf jede erfolgreiche Entwichklung folgt eine weitere Entwicklung.

 

ÌPÒNRÍ = Das Höhere Selbst = Unser kollektives Unterbewusstsein

Ìpònrí bezieht sich auf das höhere Selbst im Ifá – Konzept. Es ist die Referenz auf das, was Ifá als das perfekte Double von jeder Seele nennt, wie es in Ọ̀run (im Himmel) oder der unsichtbaren Dimension existiert. Alle Formen des Bewusstseins wurden von einer ursprünglichen Quelle entwickelt, und existierten in unberührter Reinheit. In Ifá ist der Zweck allen spirituellen Wachstums, das Òrí des belebten menschlichen Bewusstseins in die vollkommene Ausrichtung mit dem transzendenten immerwährenden Bewusstsein von all dem entwickelten Leben zu bewegen. Das ist die Funktion, der meisten Formen von Trance und Ritualen, die in Ifá verwendet werden, um das einzelne Bewusstsein weit über dem Selbst der menschlichen Erfahrung zu steigern, das alle Zyklen der Reinkarnation erzeugt. Es in objektiven Begriffen auszudrücken ist ein schwieriges Konzept, dennoch ist es ein Konzept, dass eine Person die Fähigkeit und die Klarheit der Funktion als Medium des Orishas in sich entwickelt.

Wenn ein Eingeweihter beginnt, nach der vollen Bedeutung von Ìpònrí zu greifen gibt es vermehrte Dimensionen zum Ifá – Glauben, dass wenn ein Menschenleben sich ausbaut, steigert, Jedermann sein Leben ausbauen und steigern kann. Die metaphysische Grundlage ist die, dass Ìpònrí mit Odù verwurzelt und Odù mit Olódùmarè verwurzelt ist; dem Ursprung der Entstehung welche alle Dinge einer Extension von dem bildet. Alles ist mit Allem verbunden.  siehe  PRAXIS – ODÙ

  • Das kollektive Unbewusste (Höhere Selbst) bezeichnet man als Seelenstruktur und ist ein Teil der Psyche, seine Existenz und Inhalte sind keine individuelle Erwerbung und persönlichen Erfahrung, das Dasein entspringt ausschliesslich aus der Vererbung. Es besteht aus Archetypen, präexistenten Formen, die erst sekundär bewusst werden können und den Inhalten des Bewusstseins fest umrissene Form verleihen.